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Evangelische Kirchengemeinde An der Issel
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Der Bereich Wertherbruch

Pfarrer Udo Schmitt
uschmitt@kirchenkreis-wesel.net
Pfarrerin Dagmar Hörnchen Schmitt
dhoernchen-schmitt@kirchenkreis-wesel.net

Gemeindebüro:
Elke Boland
wertherbruch@kirchenkreis-wesel.net
Bürozeiten: Mittwochs, 09:00 - 11:30 Uhr

Provinzialstraße 61
46499 Hamminkeln
☎ 02873 - 826

Regelmäßige Veranstaltungen

Frauenhilfe,
mittwochs vierzehntägig, 15 Uhr,
Leitung: Christa Maarschalkerweerd, Tel. 202

Männerkreis,
mittwochs, vierzehntägig, 15 Uhr,
Leitung: Hermann Termath, Tel. 745

Frauenabendkreis,
zweiter Montag im Monat, 20 Uhr,
Leitung: Erika Termath, Tel. 745, Wilma Fahrland, Tel. 588

Kirchenchor,
dienstags, 19.30 Uhr,
Vorsitzender: Helmut Pasdag,
Leitung: Birgit Dickmann, Tel. 02852/5518

Gospelchor „Issel voices“,
Proben mittwochs, 20 Uhr
Leitung: Birgit Dickmann, Tel. 02852/5518

Mitarbeiter-Team, Abend-Gottesdienst,
dienstags, 19.30 Uhr

Gruppenstunden der Pfadfinder:

Die witzigen Igel, 1. – 2. Schuljahr, freitags 15.30 – 17 Uhr
Leiter: Franziska Peters, Maik Teska, Sarah Terhorst, Silke Wolters, Tel. 0157 83477020

Die schnellen Wölfe, 3. – 4. Schuljahr, donnerstags 17 – 18.30 Uhr
Leiter: Georg Sprünken, Laura Niemann, Merle Boland, Tel. 02873-919090

Die weißen Füchse, 5. Schuljahr, dienstags 17 – 18.30 Uhr
Leiter: Carolin Nakotte, Raphael Peters, Sabrina Doumbia, Tel. 02873-9492911

Die Eukalyptuswölfe, 6. – 7. Schuljahr, donnerstags 17 – 18.30 Uhr
Leiter: Brigitte Katemann, Sarah Hoffmann, Sarah Terhorst, Tel. 0173 9933535

Die fetten Krümel, 7. – 8. Schuljahr, montags 17.30 – 19.00 Uhr
Leiter: Robin Hoffmann, Lisa Harter, Ina Meyer, Tel. 02873-1230

Die wilden Neugierigen, 8. – 10. Schuljahr, freitags, 16.30 - 18.00 Uhr
Alexandra Klump, Karim El Khawaga, Nico Hochstrat, Marie Kruse, Tel. 02873-1689

Die zwielichtigen Zwerge, 10. Schuljahr, freitags 16.30 – 18.00 Uhr
Leiter: Janina Fahl, Sven Abrahams, Gabi Gottschalk-Kruse, Tel. 02873-1689

Zur Geschichte

Die Kirchengemeinde Wertherbruch hat ihre Anfänge im Mittelalter. Sie war lange im Besitz von adligen Herren (deshalb: „Alte Herrlichkeit“), viele davon stammten aus Holland. Als einer dieser Herren zum „reformierten“ Glauben wechselte, wurden auch die Wertherbrucher automatisch zu Reformierten. Die Kirche wurde kurze Zeit später von allem heidnischen Tand gereinigt (bis heute gibt es kein Kreuz im Altarraum). Es fanden allerdings keine „ethnischen Säuberungen“ statt, weshalb in den Randgebieten des Dorfes immer auch Katholiken wohnten. Darum sagt man auch schon mal im Scherz: „Et gibt die Schwatten, die Blauen un die Brüüker“.

1296 Die Siedlung „Wertherbruch“ wurde 1296 gegründet, um das „Bruch“ (Sumpfland) ringsum trocken zu legen und urbar zu machen. Das Gebiet gehörte zum Bistum Köln. Die ersten Siedler mussten deshalb zu Fuß (nicht nach Köln aber) nach Haldern zur Kirche gehen. Darum begann Peter van der Lecke, Leiter des Sied- 18 lungsprojekts und Burggraf von Werth, den Bau einer eigenen Kirche. Gerüchtehalber handelt es sich dabei um den ältesten „Schwarzbau“ in der Stadt Hamminkeln. Tatsächlich gab es im Archiv der Stadt Köln eine Urkunde, aus dem Jahr

1318 stammt sie, die den Beginn der Bautätigkeit belegt. Dieser Bau war etwas kleiner als der heutige, Teile davon sind im Chor erhalten. Kirchen sind immer Baustellen. Zwischen 1450 und

1520 wurde die Kirche zur heutigen Gestalt erweitert. Sie hieß ursprünglich „Marienkirche“. Doch nicht für lange. Floris I. von Pallandt, Graf von Culemborg wechselte so um das Jahr

1566 zu den Reformierten (Calvinisten). Und damit wurden auch Werth und Wertherbruch offiziell evangelisch. Auf Anordnung des Grafen höchst selbst fand dann

1572 ein „Bildersturm“ statt: Figuren, Altäre, Taufsteine und Maßwerkfenster wurden entfernt, Wandmalereien übertüncht. Eine radikale Maßnahme, doch man empfand die katholisch-mittelalterliche Religion damals als unmodern und sogar als „Götzendienst“. Denn schließlich heißt es in den 10 Geboten: „Du sollst dir kein Bildnis machen“. Doch auch das ist wahr: „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“. Und wahrlich: Es folgten stürmische Zeiten. Denn: Erst kamen die klevischen Steuerbeamten, dann die niederländischen Soldaten und schließlich

1581 die Spanier. Und jeder hauste schlimmer als sein jeweiliger Vorgänger. Es war der Untergang des alten Wertherbruch, die Häuser und Höfe waren zerstört, die Bewohner tot oder geflohen, das Dorf stand 14 Jahre lang leer. - Erst

1595 nach der Vertreibung der Spanier durch holländischenglische Truppen war an Rückkehr und Wiederaufbau zu denken. Kirche und Gemeinde blieben fortan evangelisch - reformiert. Die Reformierten am Niederrhein organisierten sich

1610 in einer Generalsynode und gaben sich ein presbyterial- 19 synodales System, das bis heute in der Evangelischen Kirche im Rheinland gepflegt wird. Die Alte Herrlichkeit wechselte mehrfach den Besitzer, zuletzt gehörte sie Graf Carl Alexander Wilhelm von Wartensleben.

1805 kam Wertherbruch in den Besitz der Franzosen, und das war das Ende des alten Lehnssystems und also auch der „Alten Herrlichkeit“. Einige Jahre später war Napoleon geschlagen und

1815 wurde Wertherbruch endgültig preußisch und gehörte lange zum Amt Haldern.

Und mitten im Dorf bleibt – komme was kommen mag - die Kirche, deren 700. Geburtstag wir nächstes Jahr feiern:

Es ist eine Staffelkirche aus Backstein in früh- bis spätgotischem Baustil. Typisch für diese Gegend (Niederrhein, Niederlande) sind dreigeschossiger Westturm, das Hauptschiff mit nur einem Seitenschiff und der hohe Chor im Osten. Die Kirche ist übrigens das einzige Gebäude des Ortes, das nicht nach der Straße sondern nach Osten ausgerichtet (= orientiert) ist.

Pfarrer Udo Schmitt



Artikel Nr. 120 von Milan Skusa, erstellt: 06.04.2017, letzte Änderung: 31.08.2017
Schlagworte: wertherbruch Geschichte Mittelalter Pfarrer Udo Schmitt Pfarrerin Dagmar Hörnchen-Schmitt Elke Boland Staffelkirche Bildersturm