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Evangelische Kirchengemeinde An der Issel
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Aufbruch zu neuen Ufern

Evangelisch an der Issel

Klutentreter, Paohlbürger, Sandhasen, Schlootmuul, Ossenkopp und Wind. Die Bauern aus unseren Dörfern hatten früher manchen Kosenamen für den je anderen. Man kannte sich. Oder dachte es zumindest.

Jetzt aber, da wir zu einer Gemeinde zusammengewachsen sind, werfen wir einen frischen und neugierigen Blick auf das, was da zusammenwächst. Wer sind wir und was für Erfahrungen und Traditionen bringen wir mit ein?

Aktuelles

16.05.2022

Adib Khalil & Razan Khalil - Versnissage am 21.05.2022

Bilder für den Frieden

Ausstellung „Bilder für den Frieden" von Adib Khalil Die Ausstellung „Frieden" des syrischen Malers Adib Khalil zeigt Werke, die zwischen 2015 und 2022 entstanden sind. Aufgrund des Krieges in seiner Heimatstadt hat er fünf Jahre nicht gemalt („...everything stopped..."). 2015 floh Adib Khalil mit seinem Sohn vor den Bomben und dem Terror unter dramatischen Umständen nach Deutschland. einer zwei Wochen dauernden Flucht, von Syrien in die Türkei, von dort aus weiter nach Griechenland, in einem viel zu kleinen Schlauchboot, zusammen gepfercht mit 48 weiteren Flüchtlingen. 17 von ihnen schafften es nicht: Sie ertranken auf dem Weg übers Mittelmeer.Um wieder ein wenig zu sich selbst zu finden, fing Khalil in der Enge seiner Erstaufnahmeeinrichtung des DRK in Stenden an zu malen. Zunächst beginnt er Steine mit Filzstiften und Kreide zu bemalen, die Kinder ihm gaben. Es folgen Porträts verzweifelter Frauen durch den Krieg gezeichnet. , gemalt mit Kaffee auf geschenktem Papier … Freunde und Förderer unterstützten ihn daraufhin mit Leinwänden, Farben und Platz zum Malen; so entstanden die meisten der ersten Bilder in Deutschland. Adib Khalil erzählt Geschichten in seinen Bildern, die gespickt sind mit seinem Erfahrungsschatz und der Symbolik seiner arabischen Kultur. Langsam findet der 62 Jährige den Weg in die Farbigkeit, seine Bilder sind gefüllt mit Symbolen, Zeichen, Glyphen. „In meiner Heimat ist es Tradition, dass es auf dem Bild keine leeren Flächen geben soll“, sagt Khalil. „Das ist anders als in der modernen europäischen Malerei, die mit Leerräumen gefüllt ist. Wir sagen: Leere Flächen sind ein Vakuum, und wenn wir sie nicht füllen, füllt sie der Satan, das Böse, das Vernichtende.“ Schalom, Salam, Frieden. Adib Khalil wünscht sich nichts sehnlicher als das. Razan Khalil tritt in die Fußstapfen ihres Vaters und ist ebenfalls ein außergewöhnliches Talent! Sie konnte kaum etwas von ihrer Kunst mit nach Deutschland nehmen und fängt ebenfalls neu an. Sie nimmt mit einer kleinen Auswahl an Bildern an dieser Ausstellung teil.